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Was ist Chiropraktik?

Chiropraktiker verstehen unter einer Blockade die funktionelle Fehlstellung eines Wirbels, bzw. die Blockade seiner Gelenke (Subluxation). Das bedeutet, dass der normale Bewegungsspielraum des Wirbels eingeschränkt ist. Dies kann auch Auswirkungen auf die Nervenstränge haben, die jeweils zwischen zwei Wirbeln aus dem Rückenmark austreten. Sind diese in ihrer Funktion gestört, ist die Koordination der Körperfunktionen nicht mehr gewährleistet. Fehltritte infolge mangelnder Koordinationsfähigkeit können dazu führen, dass weitere Gelenke, Sehnen oder Bänder an den Beinen verletzt werden.

Bei Blockaden versucht das Tier die fehlende Beweglichkeit der Wirbelsäule zu kompensieren, indem es seine Bewegungen und die Körperhaltung verändert und dadurch andere Teile der Wirbelsäule oder die Gliedmassen vermehrt belastet. Sekundär können so weitere Blockaden und eine Verschlimmerung des Zustandes hervorgerufen werden.

Chiropraktische Behandlung:

Der chiropraktisch arbeitende Tierarzt diagnostiziert solche Blockaden und korrigiert sie mittels eines sehr schnellen und kurzen Rucks, der mit den Händen direkt am betroffenen Wirbel ausgeführt wird.

Chiropraktik ersetzt nicht die traditionelle Veterinärmedizin, bietet jedoch insbesondere bei der Behandlung von Funktionsstörungen der Wirbelsäule sowie bei vielen akuten und chronischen Schmerzzuständen mechanischen Ursprungs eine sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin.

Ein qualifizierter Chiropraktiker ist darin ausgebildet, Blockaden an der Wirbelsäule zu erkennen und diese spezifisch und direkt an den betroffenen Wirbeln zu behandeln. Wird die richtige Technik angewendet, kann es niemals zu einer Schädigung eines Gelenkes kommen.

Von anderen Techniken, bei denen die Wirbelsäule durch Ziehen an den Beinen oder am Schweif „eingerenkt“ wird, ist unbedingt abzusehen. Sie können gefährlich sein, da Muskeln und Gelenke schnell überdehnt werden.

Die chiropraktische Tätigkeit ist vergleichbar mit der Arbeit eines Kieferorthopäden. Dieser legt eine Zahnspange an, um die Zähne in Form zu bringen und zu halten. Der Chiropraktiker hat diese Möglichkeit jedoch nicht, er muss gegebenenfalls mehrfach behandeln, bis der Köper die neue Lage der Wirbel als normal akzeptiert und die Muskeln und Bänder Halte– und Stützfunktionen übernehmen.

Weitere Informationen:

> Chiropraktik beim Pferd
> Chiropraktik beim Hund